Aktuelles

Zusatzqualifikation für Lehramtsstudierende aller Fächer

Fachbezogenes Sprachlerncoaching für den gymnasialen Bildungsweg

 

Stifterverband finanziert Erprobung des Lehrkonzepts

 

Mit einer Fördersumme von 60.000 Euro unterstützt der Stifterverband aus Mitteln des Sonder­programms Integration durch Bildung das von Prof. Dr. Doreen Bryant und Prof. Dr. Kristina Peuschel entwickelte praxisorientierte Ausbildungskonzept und die dazugehörige Begleitforschung. FLYER

 

 

Hintergrundinformationen

 

In Folge von Flucht und Migration sind an über 60 Gymnasien in Baden-Württemberg Vorbereitungs­klas­sen (VKL) eingerichtet worden, in denen die Schüler*innen innerhalb eines Schuljahres auf die sprachlichen Anforderungen des Regelunterrichts vorbereitet werden sollen. Obgleich viele der Schüler*innen eine hohe Vorbildung mit­bringen, ist ein Anschluss in die gymnasiale Regel­klasse nach nur einem Schuljahr Sprach­unter­richt ausge­sprochen schwierig. Um den Schüler*innen frühzeitig das fachbezogene Sprachlernen zu ermöglichen, beschreiten die meisten Gymnasien daher teil­inte­gra­tive Wege. Die  Schüler*innen können so in einem oder mehreren Fächern ihrer Wahl bereits während des VKL-Jahres den Regelunterricht besuchen. Auf Grund seiner hohen sprachlichen Komplexität benötigen sie für eine aktive Teilhabe eine kompetente Begleitung, die sprachliches und fachliches Lernen zusammenführt.

 

Mit dem vom Stifterverband geförderten praxisorientierten Ausbildungskonzept werden Lehramtsstudierende für ein fachbezogenes Sprachlerncoaching qualifiziert, um den Übergang in den Regelunterricht zu unterstützen und mitzugestalten.

 

Zusatzqualifikation Fachbezogenes Sprachlerncoaching für den gymnasialen Bildungsweg

 

Die praxisnahe Zusatzqualifikation bereitet Lehramtsstudierende optimal auf ihren künftigen Berufsalltag in sprachlich und kulturell heterogenen Schulklassen vor. Sie gewinnen Einblicke in die Arbeit in Vorbereitungsklassen und lernen somit die Ausgangslagen geflüch­teter Schüler*innen kennen. In enger Verzahnung von Theorie und Praxis erwerben sie spezifische Kompetenzen im Bereich der fachbezogenen Sprachvermittlung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) sowie im fachbezogenen Sprachlerncoaching. Damit sind sie qualifiziert, individuelle Übergänge von der Vorbereitungsklasse in die Regel­klasse zu gestalten und Fachthemen sprachsensibel und sprachbildend zu vermitteln. Neben den sprachlichen Heterogenitätserfahrungen werden sie auch kultur­spezifische Diversitäts­er­fahrungen machen und lernen, hiermit kultursensibel umzugehen.

 

Die insgesamt 16 ECTS umfassende studienbegleitende Zusatzqualifikation wird nach drei Semestern mit einem Zertifikat abgeschlossen. Sie beginnt im Oktober 2017. Es sind Studierende aller Fachgruppen (Gesellschaftswissenschaften, Naturwissen­schaften, Mathematik/Informatik) angesprochen sich zu bewerben.

FLYER - Ablaufplanung

 

Bewerbungen mit Motivationsschreiben (max. 1 A-4-Seite) und kurzem Lebenslauf bitte bis zum 15.9.2017 an slavica.stevanovic(at)uni-tuebingen.de

 


 

Stifterverband: Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre

Die aus Fachvertreter*innen, Hochschuldidaktiker*innen und Studierenden bestehende Jury hat das Projekt Von der Wissenschaft über die Lehre in die Praxis und zurück. Ein kombiniertes Aus- und Fortbildungskonzept für den Umgang mit sprachlicher Heterogenität im Fachunterricht von Prof. Dr. Doreen Bryant und Dr. Christiane Bertram für ein Tandem-Fellowship (Dotierung: 30.000 Euro) ausgewählt. 

https://www.stifterverband.org/lehrfellows/2016/bryant_bertram

 

Im Rahmen dieses Projekts wird im WS 2017/18 ein Fachdidaktikseminar mit enger Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie vielen Anregungen für den Umgang mit sprachlicher Heterogenität im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht stattfinden: "Theater - Geschichte - Sprache: Dramapädagogische Potenziale im sprachsensiblen Geschichtsunterricht nutzen".

 

Das Seminar ist ein kombiniertes Aus- und Fortbildungskonzept für Geschichtslehrkräfte an Gymnasien und Studierende von Geschichte und Deutsch auf gymnasiales Lehramt.

 

Bewerbungsfrist: 30. Juni 2017

 

Hier finden Sie dazu mehr Informationen.

 


 

Unser durchgängiges Sprachförderkonzept Vom ausserschulischen Feriencamp zur fachsensiblen Sprachförderung in schulischer Theater-AG ist gut angelaufen

Vielerorts finden in den Schulferien Theatercamps statt, die vor allem sprachschwachen Kindern eine Chance bieten, ihre Sprachkenntnisse spielerisch und handlungsgebunden zu erweitern. Anschlussprojekte, die die Nachhaltigkeit der Fördereffekte sichern und auf diesen aufbauen, gibt es hingegen kaum. Es fehlt an bereichsübergreifenden Konzepten, die im Camp gewonnenen positiven Einstellungen gegenüber Sprache und Schrift in den Schulalltag zu transferieren. Diesem Desiderat begegnend wird in Tübingen derzeit ein durchgängiges Förderkonzept für Grundschulkinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Sprachförderbedarf erprobt: Im Rahmen von Theater-AGs werden die Kinder, die zur Zeit des Feriencamps die Klasse 2 besuchten, zwei weitere Jahre gefördert, die Kinder der Klasse 3 mindestens ein Jahr. In einem solchen Förderzeitraum ist es möglich, systematisch die Sprachkompetenz aufzubauen und die GrundschülerInnen auf die bildungssprachlichen Anforderungen der Sekundarstufe I vorzubereiten. Während sich die thematisch-inhaltlichen Vorgaben für die Sprachförderung im Camp aus dem gemeinsam zu entwickelnden und aufzuführenden Theaterstück ergeben, werden in den Theater-AGs Inhalte aus dem Schulfach MeNuK (Mensch, Natur, Kultur) dramapädagogisch erarbeitet.

Durchgeführt und wissenschaftlich dokumentiert wird das Projekt von Sophie Rummel, unterstützt von den drei studentischen Projektmitarbeiterinnen Derya Caglayan, Maria Chatzipanagiotou und Sarah Unger.

Ausführliche Projektbeschreibung in der gerade erschienenen Ausgabe von Scenario._

 


Projektaufruf: Studentische Sprachförderung für Flüchtlingskinder

 


 

Präsentation des Tübinger DaZ-Studiengangs auf der vom Kultusministerium durchgeführten Veranstaltung 'Austausch zwischen empirischer Bildungsforschung und Führungskräften der Bildungsadministration in Baden-Württemberg' (Stuttgart, 30.11.15)

Forschungs- und praxisnahe Ausbildung von ExpertInnen für Sprachbildung und Sprachförderung im Kontext von Mehrsprachigkeit Umsetzung empirischer Befunde im einjährigen studienbegleitenden Praktikum. pdf

 

 


 

Pressemitteilung des Fachverbands Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Zur aktuellen Diskussion um die sprachliche Bildung von Flüchtlingen verweisen wir auf die Stellungnahme des Fachverbands Deutsch als Fremd- und Zweitsprache e.V. (FaDaF) vom 8.9.2015

 


 

Fit für den wachsenden Markt

Absolventen des Studiengangs „Deutsch als Zweitsprache“ arbeiten auch an Schulen

Artikel im Schwäbischen Tagblatt vom 27.01.2015

 

 

Die Uni Tübingen bildet im Studiengang „Deutsch als Zweitsprache“ Spezialisten für Sprachdiagnostik und Sprachförderung aus. Seit dem Wintersemester 2011/12 hat Prof. Doreen Bryant (Mitte) den Lehrstuhl inne. Pegah Azizpour (links) und Nadine Noschka arbeiten nach ihrem Abschluss an Beruflichen Schulen. Bild: Sommer

 


 

Nachhaltigkeitskonzept für Theatersprachcamp bewilligt !!!

Im Oktober 2014 tagten der Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales und auch der Gemeinderat der Stadt Tübingen, um über das von Prof. Doreen Bryant vorgelegte Nachhaltigkeitskonzept für das Tübinger Theatersprachcamp zu beraten. Das Konzept zeigt Wege auf, wie die im Camp gewonnenen positiven Einstellungen gegenüber Sprache und Schrift in den Schulalltag transferiert werden können. Sowohl im Ausschuss als auch im Gemeinderat wurde das Konzept einstimmig angenommen. Das ist ein wirklich großer Erfolg und Vertrauensbeweis von Seiten der Community für unsere Arbeit im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Das Nachhaltigkeitskonzept wird nun finanziell unterstützt, und zwar zunächst mit 65.300 Euro (für zweieinhalb Jahre). Damit können wir eine Mitarbeiterin/ Doktorandin einstellen, die das Projekt durchführt und wissenschaftlich dokumentiert.