Aktuell
Metamorphosen einer Biographie
Soeben erschienen:
"Metamorphosen einer Biographie. Bemerkungen zu Feridun Zaimoglus Leyla"
In: Braun, Peter/Stiegler, Bernd (Hg.): Literatur als Lebensgeschichte. Biographisches Erzählen von der Moderne bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2012, S. 129-143. Weitere Informationen zum Band finden Sie hier.
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"Gefährliche Nachbarschaften"
"Gefährliche Nachbarschaften. Bürgerliche Grenzwüsten bei Stifter und Keller."
In: Evans, Sandra/Schahadat, Schamma (Hg.): Nachbarschaft Räume Emotionen. Interdisziplinäre Beiträge zu einer sozialen Lebensform. Bielefeld: transcript 2012, S. 141-156. Mehr Informationen zum Band hier.
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WIKA-Workshop "Migration der Künste – Künste der Migration"
Am 28. und 29. April 2011 findet ein Workshop an der Universität Tübingen im Evangelischen Stift in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart statt.
Die Ausgangsfrage für der Veranstaltung lautet: Wie muss Kultur in Zeiten der Globalisierung und der Migration neu definiert werden? Wer kann dazu beitragen? Was muss ein aktueller Kulturbegriff für die Wissenschaft und für die (Kultur)-Politik leisten? Weder die Politik noch die Wissenschaft alleine können diese Frage angemessen und umfassend beantworten. In einer öffentlichen Veranstaltung, die Kunst und Wissenschaft miteinander verschränkt, sollen daher Wissenschaftler/innen und Künstler/innen bzw. Agent/innen des Kulturtransfers und der Kulturpolitik in einem interdisziplinären und transkulturellen Dialog zusammengebracht werden. Wie begreifen Künstler im 21. Jahrhundert Kunst und Kultur, wie tun dies Wissenschaftler?
Migration der Künste, Künste der Migration will zeigen, dass Kunst sich in denjenigen kulturellen „Zwischenräumen“ bevorzugt entwickelt, die im Moment zu entstehen scheinen. Dabei soll ausgelotet und beschrieben werden, welche Formen die Kunst in transkulturellen Begegnungen annimmt, wie sie die Spannung zwischen den Kulturen kreativ nutzt und dabei sowohl künstlerisches Potential als auch politische und gesellschaftliche Reflexion freisetzt. Die Debatte über Integration und Assimilation ist eine Debatte über Kultur und ihre Funktionen. Literatur, Kunst, Theater und Film spielen hier eine zentrale Rolle, die angemessen herausgearbeitet werden muss.
Zu diesem Zweck sollen „Dialog-Paare“ zusammen treffen, die jeweils gemeinsam diskutieren, wie die Auflösung nationaler Kulturen in den Künsten reflektiert, kritisiert oder modelliert wird. Kunst wird in diesen performativ-diskursiven Begegnungen zu einem Testfall dessen, was die Kultur als „ganze Lebensweise“ (T.S. Eliot) ausmacht.
Dieses Experiment soll zukunftsorientierte Diskussionen anregen über eine Neuausrichtung auswärtiger Kulturpolitik; zugleich können Impulse aufgegriffen werden für die theoretische Reflexion darüber, was Kultur im 21. Jahrhundert ausmacht und wie sie sich im weiteren entwickeln wird.
Neuerscheinungen
Lebendige Dinge in der Moderne
Konstanz University Press, 1. Aufl. 2011, ca. 92 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, ca. EUR 14.90 / CHF 23.50, ISBN: 978-3-86253-008-3
Ein literaturwissenschaftlicher Essay über das Verhältnis des Menschen zu seinen Dingen.
Dorothee Kimmich geht von dem doppelten Befund aus, dass die Moderne den Dingen ›das Leben nimmt‹, indem sie natur- und kulturwissenschaftlich erklärt und objektiviert. Diesen ›Tod‹ stellen die moderne Literatur, bildende Kunst und Photographie jedoch umgekehrt dadurch in Frage, dass sie diesen Dingen ein Eigenleben zugestehen, das hermeneutisch gerade nicht mehr zu fassen ist: Dinge bedeuten nicht mehr, und der Mensch muss sich die Welt fortan mit ihnen teilen.
Erst seitdem vor 20 Jahren die Ethnologie die Philosophie als literaturwissenschaftliche Leitdisziplin abgelöst hat, kann die »material culture«, das Leben der Dinge, entdeckt und erforscht werden. So zeigen denn auch Kimmichs Lektüren mit einem anthropologischen Blick auf, dass der moderne Mensch nicht nur angehalten ist, das Eigene ins Verhältnis zum Fremden zu setzen, sondern sein Umgang mit den Dingen auch exemplarisch für den Umgang mit dem Fremden steht: ein grundlegendes ethisches Unterfangen also.
Im ersten Teil ihres Essays (›Thesen‹) erläutert die Autorin, warum Dinge dem Menschen nicht nur fremd, sondern auch ähnlich sind. Die Lebendigkeit der Dinge, wie sie uns in modernen Texten begegnet, wird unterschätzt, wenn man sie nur als Wiederbearbeitung historischer Motive begreift. Im zweiten Teil (›Texte‹) zeigt uns Dorothee Kimmich, wie man mit Siegfried Kracauer im »Niemandsland der Dinge« überlebt, wendet sich der »Rückseite der Spule« bei Walter Benjamin zu, und erklärt, »warum sich bei Lord Chandos, Malte Laurids Brigge und dem Zögling Törleß alles um die Dinge dreht«. Überlegungen zu »Charlie Chaplins Komplizen« und der »Seife von Francis Ponge« beschließen das Buch. (Verlagsinformationen)
Verlagsinformationen inklusive eines Bestellformular finden Sie hier.
Dorothee Kimmich, Schamma Schahadat (Hg.)
Kulturen in Bewegung. Beiträge zur Theorie und Praxis der Transkulturalität
Transcript-Verlag, Reihe Kultur- und Medientheorie, erscheint im Juli 2012, ca. 260 S., kart., ca. 28,80€, ISBN 978-3-8376-1729-0
Das Konzept der Transkulturalität löst sowohl die Interkulturalitäts-Studien als auch die Postcolonial Studies als kulturwissenschaftliches Paradigma ab: Während die Interkulturalitäts-Forschung Kulturen als »Inseln oder Sphären« (Wolfgang Welsch) begriffen hat, zeichnen sie sich heute durch Fluidität und Grenzverschiebungen aus und entwickeln neue Strategien des kulturellen Ein- und Ausschlusses. Dieser Band stellt Ansätze der Transkulturalitätsforschung in den verschiedenen Disziplinen vor und nimmt dabei globale, politische und gesellschaftliche Veränderungen ebenso in den Blick wie kleinräumige, alltägliche kulturelle Praktiken. (Verlagsinformationen)






