Aktuelles

"Die vergessene Mitte der Welt - unterwegs zwischen Tiflis, Baku, Eriwan"

Alexandershilf. Foto: Nestan Tatarashvili.

 Lesung und Gespräch mit Dr. Stephan Wackwitz am 16.05.2017, 18 Uhr, Stadtmuseum Tübingen. Eintritt frei.

 

Der Autor und Leiter des Goethe-Instituts Tiflis, Dr. Stephan Wackwitz, stellt im Stadtmuseum bereits publizierte und noch unveröffentlichte Texte zur Geschichte, Kultur und Gesellschaft Georgiens vor. Am äußersten Rand Europas gelegen, überlagern sich im Südkaukasus die historischen Spuren eines uralten Kulturlandes mit einer langen Tradition der Einwanderung und der pulsierenden Atmosphäre des postsowjetischen Wandels. In seinen Reiseberichten, Reflexionen und Essays erzählt Stephan Wackwitz eindringlich von der Vielschichtigkeit dieser einzigartigen und viel zu häufig ‚vergessenen ‘ Region im Herzen des eurasischen Kontinents.


Stephan Wackwitz leitet seit 2011 das Goethe-Institut in Tiflis und ist daher profunder Kenner des Landes sowie seiner Geschichte und Gesellschaft. Der mehrfach ausgezeichnete Autor verfasst Reiseberichte, autobiographische Schriften und publiziert regelmäßig im Merkur. 

 

 

 

"Political Ecology and the meander of modernity"

Interdisziplinäres Kolloquium des Forum Scientiarum, Audimax Universität Tübingen, 30. Mai, 20 Uhr c.t.  

Prof. Dr. Dorothee Kimmich im Gespräch mit Prof. Dr. Bruno Latour.

 

 

"Entsicherte Tiefen. Abgründe, Hohlräume und Tiefenkräfte in Literatur und Ästhetik seit 1800"

Tagung in der Österreichische Akademie der Wissenschaften, 25.-27. Mai 2017, organisiert von Prof. Dr. Dorothee Kimmich und Dr. Sabine Müller. 

Zum Programm gelangen Sie hier.

 

 

Summerschool "Riskantes Verstehen: Ästhetik, Verantwortung, Kommunikation"

Höderlinturm, 19.05., 16 Uhr

Roundtable mit Prof. Dr. Dorothee Kimmich, Peter Nisbet und Thomas Thiemeyer, Moderation: Ernst Seidl.

 

 

Körper im Visier. Körper und Visibilität in Diskriminierungsprozessen Interdisziplinärer Workshop 04./05. Mai 2017

 

Diskriminierung existiert nicht ohne spezifische Kategorien wie Stereotype, Stigmata und Ungleichheit; Kategorien, die zumeist auf die Sichtbarkeit, Repräsentation und Wahrnehmung des Körpers verweisen. Wissen, Medien, Text, Sprache und visuelle Wahrnehmung überlagern sich, wenn sich Stereotype und Stigmata in Diskriminierungsprozessen manifestieren. Wie lassen sich diese Strukturen, in denen sich Diskriminierung reproduziert, genauer beschreiben? Unterscheiden sich die verschiedenen Diskriminierungsformen in der Art und Weise, wie sie auf den Körper zugreifen?

 

Im Zentrum des Workshops steht die Funktion des Körpers und dessen Visibilität bei der Erzeugung von sozialer Ungleichheit durch Kategorien wie Rasse, Geschlecht, Disability, Alter und Adipositas. Der ‚sichtbare Körper‘ wird dabei nicht nur als ein soziales Stigma verstanden, sondern ebenso als Austragungsort unterschiedlicher Diskurs- und Wissenssysteme sowie als eine existentielle Größe, etwa in der Erfahrung der Diskriminierten selbst.

 

Der Workshop wird von der Exploration-Funds-Forschergruppe „Körper im Visier“ ausgerichtet und bringt in einem interdisziplinären Setting verschiedene Disziplinen der Human- und Geisteswissenschaft wie Psychologie, Soziologie und Literaturwissenschaft zu einander ins Gespräch.

 

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Carolin Mehnert (carolin.mehnert[at]uni-tuebingen.de).

 

 

 

Springschool "Participatory Cultures and New Ethical Paradigms in the Global South"

Weltethos-Institut Tübingen, 05.04.2017, 10 Uhr c.t.

Prof. Dr. Dorothee Kimmich: "Similarity in Cultural Theory"

Das weitere Programm finden Sie hier.

 

 

Neuerscheinung: Dorothee Kimmich: Ins Ungefähre. Ähnlichkeit und Moderne. Konstanz: Konstanz University Press 2017.

Während »die Differenz« in den Theoriedebatten des 20. Jahrhunderts Schule machte, versammelte die Geschichte der Ähnlichkeit, von der unser Erkennen und Urteilen abhängt, nur wenige Anhänger um sich und war selten Ausgangspunkt kulturtheoretischer Diskussionen. Dabei ordnen wir die Welt, die Dinge, Farben, Töne und Erinnerungen, Gesichter und Geschichten, indem wir Ähnlichkeiten und Unähnlichkeiten wahrnehmen und bewerten. Und ohne die Fähigkeit, etwas oder jemanden zu imitieren und nachzuahmen, erlernen wir weder eine Sprache noch Klavierspielen, weder Radfahren noch Seilspringen. Wiedererkennen, Zuordnen und Urteilen sind grundlegende Fähigkeiten, mit denen wir uns im Alltag orientieren.

 

Ins Ungefähre führt auf das Gebiet des theoretisch wie praktisch anschlussfähigen Konzepts der Ähnlichkeit, das in der Moderne zwar immer wieder thematisiert, dann aber doch folgenreich übergangen wurde. Werden Ähnlichkeiten zugunsten von Differenzen und Oppositionen übersehen, so ist dies nicht nur ein erkenntnistheoretisches, sondern vor allem ein politisches Problem. Die Gleichheit vor dem Gesetz und die Ähnlichkeit der Kulturen ergänzen sich und machen deutlich, dass radikale Alterität keine Gegebenheit, sondern eine Frage der Perspektive ist.

 

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