Ingrid Hotz-Davies/Stefanie Gropper: Exzentrizität in der Literatur

Unser Ausgangspunkt sind die von Ina Schabert als "foot-off-the-ground-novels" bezeichneten Texte englischer Autorinnen der 20er und 30er Jahre des 20. Jhs., zu denen es auch innerhalb der skandinavischen Literaturen Parallelen gibt, wie z.B. die Erzählungen von Karen Blixen. Alle diese Texte weisen untereinander auffallende Ähnlichkeiten auf, unterscheiden sich andererseits doch aber wieder so stark voneinander, dass eine Etikettierung, geschweige denn eine literaturhistorische Einordnung schwer fällt. Diese Texte stehen außerhalb des Kanons, außerhalb kurrenter literarhistorischer Strömungen, können aber aufgrund ihrer Qualität und auch ihrer Wirkung nicht als marginale Texte bezeichnet werden, sondern sie nehmen innerhalb der Literatur eine exzentrische Position ein.  Unser Projekt befasst sich damit, was diese Exzentrizität ausmacht. Unsere bisherige Arbeit hat gezeigt, dass Exzentrizität ein Positionierungsverfahren ist, das sich in den Texten sprachlich, strukturell, aber natürlich auch inhaltlich nachweisen lässt.