E-Learning. Innovationen durch neue Medien in der Hochschullehre

Projektleiter: Prof. Dr. Klaus Ridder

Kontakt: Slavica Stevanovic, M.A.

E-Mail: slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de

Die Erschließung der älteren Sprachstufen des Deutschen, der Manuskript- und Druckkultur sowie der 'Aufführungsdimension' der mittelalterlichen Literatur kann durch den Einsatz audio-visueller Komponenten systematisch gefördert werden. Das Projekt geht der Frage nach, wie durch sachgemäße Gestaltung und Verwendung von digitalen Medien in der Hochschullehre Lernprozesse positiv beeinflusst und effektiv unterstützt werden können. Es werden verschiedene Lehr- und Lern-Szenarien im Bereich der germanistischen Mediävistik entwickelt und in der Praxis erprobt. Als Möglichkeit, Online-Elemente in die Lehre zu integrieren und zum Selbststudium zu nutzen, wird die Lernplattform ILIAS verwendet. Diese eignet sich sowohl als Kurs-Verwaltungseinheit, als auch als Kommunikations- und Kollaborationswerkzeug. Zudem ermöglicht sie eine gezielte Lernsteuerung und die Kontrolle des Lernfortschrittes mittels Online-Tests und Übungen. Neben gängigen Konzepten der computerunterstützten Lehre (Distribution von Materialen etc.) wird das selbstgesteuerte Lernen durch interaktive Lernmodule ('Tübinger Mediävistik Lernmodule') in den Vordergrund gestellt.

Elektronische Lernmodule

Das Lernportal 'Tübinger Mediävistik Lernmodule' versteht sich als ergänzender Bestandteil des Studiums der deutschen Sprache und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die interaktiven Lernmodule können ergänzend zu Präsenz-Angeboten, aber auch zum Selbststudium und zur gezielten Examensvorbereitung eingesetzt werden. Vorgesehen sind mehrere Lernmodule, und zwar zu den Themen: 'Sprachgeschichte und Sprachwandel', 'Buch- und Bildkultur', 'Literatur und kultureller Kontext' sowie 'Mittelalterliche Literatur multimedial' und 'Formgeschichte'. Die Lernmodule "Mittelhochdeutsche Grammatik" (Interaktive Einführung in die Grundlagen mittelhochdeutscher Grammatik mit Hörbeispielen und Tests), "Mittelhochdeutsche Metrik" (Metrik des mittelhochdeutschen epischen Vierhebers), "Lernmodul Gotisch" und "Vademecum" (Leitfaden zum Studium der germanistischen Mediävistik an der Universität Tübingen) liegen bereits vor.

Weitere Infos zu den Lernmodulen

Vom 13. bis 15. September 2010 fand an der Universität Zürich die 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) statt unter dem Motto: Digitale Medien für Lehre und Forschung. Im Rahmen der Tagung wurden die Tübinger Mediävistik-Lernmodule vorgestellt.