Deutsches Seminar

Fachbezogenes Sprachlerncoaching für den gymnasialen Bildungsweg

Zusatzqualifikation für Lehramtsstudierende aller Fächer für Deutsch als Zweitsprache und sprachsensiblen Unterricht

 

Projektleitung

Prof. Dr. Doreen Bryant
Deutsches Seminar, Tübingen School of Education
Kontakt: doreen.bryantspam prevention@uni-tuebingen.de

Prof. Dr. Kristina Peuschel
Deutsches Seminar, Tübingen School of Education
Kontakt: kristina.peuschelspam prevention@uni-tuebingen.de

Koordination

Slavica Stevanović, M.A.
Deutsches Seminar, Tübingen School of Education
Kontakt: slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de

Tutorium

Amelie Eisinger
Kontakt: amelie.eisingerspam prevention@student.uni-tuebingen.de

Studentische Hilfskraft

Julia Kartheininger
Kontakt: julia.kartheiningerspam prevention@student.uni-tuebingen.de

Hier finden Sie den Flyer.

Den Bericht über den Start der Zusatzqualifikation finden Sie im 6. Newsletter der Tübingen School of Education auf Seite 22.

Bewerbungsmodalitäten

Bewerbungen mit Motivationsschreiben (max. 1 A4-Seite) und Kurzlebenslauf bitte bis zum 15.9.2017 an slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.

Ausgangslage

Zur Situation in Baden-Württemberg

In den letzten zwei Jahren sind in Baden-Württemberg an 64 Gymnasien Vorbereitungsklassen (VKL) eingerichtet worden. Obgleich viele der Schüler*innen eine hohe Vorbildung mitbringen, ist ein Anschluss in die gymnasiale Regelklasse nach einem Schuljahr Sprachunterricht ausgesprochen schwierig. Die meisten Gymnasien versuchen daher teilintegrative Wege zu beschreiten, um frühzeitig an fachbezogenes Sprachlernen heranzuführen. Unter Berücksichtigung der persönlichen Interessen und fachlichen Stärken können die Schüler*innen wählen, in welchem Fach sie während ihres VKL-Jahres hospitieren bzw. teilnehmen möchten. Die Lehramtsstudierenden unseres Projektes werden die Schüler*innen auf diesen Fachunterrichtseinstieg vorbereiten und mit einem fachbezogenen Sprachlerncoaching begleiten.

Projektziele

Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele:

  1. Durchführung und Evaluation der studienbegleitenden, praxisorientierten Zusatzqualifikation Fachbezogenes Sprachlerncoaching für den gymnasialen Bildungsweg
  2. Durchführung einer Begleitforschung zum Themenfeld "Kultursensibles Unterrichten" (Culturally Responsive Teaching) im Kontext fachbezogener DaF-Förderung

Nach erfolgreicher Pilotierung besteht die Möglichkeit, das praxisorientierte Lehrkonzept im Wahlpflichtbereich "DaZ/Sprachliche Heterogenität" des bildungswissenschaftlichen Masterstudiums zu verankern und damit einhergehend auch die Unterstützungsangebote für die Kooperationsschulen zu verstetigen.

Durchführung der Zusatzqualifikation

Die Zusatzqualifikation geht über 3 Semester und ist so gestaltet, dass sie ohne Überlastung studienbegleitend absolviert werden kann, weil sie die Studierenden in einem annehmbaren Zeitrahmen einbindet. Die Studierenden wenden im Praxiseinsatz das zuvor im Blockseminar vermittelte Wissen an, wobei die Aufgaben im Praxiseinsatz zunehmend anspruchsvoller werden: Hospitation → Übungen zu den sprachlichen Teilfertigkeiten → fachbezogene Materialerstellung/-anwendung → eigenständiges fachbezogenes Sprachlerncoaching.

Organisatorische Aspekte der Zusatzqualifikation

42 Lehramtsstudierende aller Fachgruppen (Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik …) und 8 Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit VKL sind an der Maßnahme beteiligt. Die Studierenden arbeiten im Tandem. Es sind jeweils zwei Tandems (vier Studierende) an einer Schule, die abwechselnd 14-tägig für ca. 2 Unterrichtseinheiten hier im Einsatz sind. Den beteiligten Kooperationsschulen kann somit eine wöchentliche Unterstützung zugesichert werden. Der Praxiseinsatz der Lehramtsstudierenden und ihre Materialienentwicklung wird begleitet durch Tutorien – geleitet von fortgeschrittenen DaZ-Studierenden, die im Rahmen ihres Studiums bereits ein einjähriges Praktikum in der Sekundarstufe I absolviert haben.